Abschied Jürgen Possart

Es fällt uns schwer, dass wir Abschied von Jürgen Possart nehmen müssen – einem Menschen, der unsere Gemeinschaft und so viele von uns geprägt hat.

Dass er mit nur 53 Jahren als erfahrener Alpinist bei einem tragischen Lawinenunglück sein Leben verloren hat, ist kaum zu begreifen.

Für die Oberösterreichische war Jürgen Possart weit mehr als ein Mitarbeiter. Er war ein erfolgreicher Verkäufer im Außendienst, und er trug den Titel „Direktor im Außendienst“ mit Stolz und mit Recht.

Wir alle haben ihn kennen und schätzen gelernt als fachlich versiert, mit über 30 Dienstjahren praktisch erfahren, lösungsorientiert und ideenreich. Er wusste, was Sie als seine Kundinnen und Kunden brauchten und stand Ihnen stets mit Rat und Tat zur Seite.

Jürgen Possart hinterlässt eine große Lücke in unserem Unternehmen. Er hat Spuren hinterlassen – in unserer Oberösterreichischen, in unserer Gemeinschaft und in vielen Herzen.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

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Ein Beitrag von unseren Expert:innen: GD Nagl über Bergtouren und Bergnot

Damit ein Traum-Ausflug in die Berge nicht zum Albtraum wird

 

Unser Experte GD Othmar Nagl zum Thema

 

Nach einem verregneten Juli locken die milden Temperaturen und Sonnenschein viele auf die Berge – oftmals mit einem unerwünschten Ausgang. Zahlreiche Medienberichte belegen das, so musste vergangenen Dienstag, den 26. August, alleine am Feuerkogel die Bergrettung zu drei Einsätzen. Übermüdung, Selbstüberschätzung aber auch eine falsche Ausrüstung bringen die Bergfreunde allzu rasch in Bergnot.

 

Für einen sicheren Ausflug in die Berge sind natürlich geeignete Berg- oder Wanderschuhe unabdingbar. Wichtig ist auch die richtige Kleidung, die im sogenannten Zwiebelprinzip, also in mehreren Lagen, angezogen wird. Der Österreichische Alpenverein rät zudem, mindestens einen Liter Wasser mit sich zu führen sowie Verpflegung nach eigenem Ermessen.


 

Was sollten Sie sonst noch dabei haben?

 

  • Allgemein ist es ratsam, neben dem oben genannten ein Taschenmesser, eine Stirnlampe, die E-Card sowie ein Mobiltelefon mit sich zu nehmen. Auch eine Powerbank macht Sinn, denn nur ein eingeschaltetes Handy kann auch geortet werden, sollten Sie selbst nicht mehr in der Lage sein zu telefonieren.

 

  • Für eine bessere Orientierung hilft eine Karte und ein Kompass. Für kleinere Notfälle brauchen Sie ein Erste-Hilfe-Set, inkl. Blasenpflaster. Ganz wichtig ist auch ein geeigneter Sonnenschutz wie Cremen und eine Sonnenbrille, denn die UV-Strahlung nimmt mit der Höhe zu.

     


 

Wie eingangs erwähnt, kann es schnell zu einem Unfall kommen, bei dem auch eine Bergung nötig wird. Der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) verzeichnete 2024 rund 10.100 Einsätze, ein Plus von mehr als vier Prozent gegenüber 2023.

Die Zahlen für das heurige Jahr liegen selbstverständlich noch nicht vor, dürften sich aber laut der Pressesprecherin des Bundesverbandes Johanna Trauner-Karner auf diesem hohen Niveau einpendeln, eventuell sogar mit einer leicht steigenden Tendenz. Die Ursachen sind laut dem ÖBRD fehlendes Gefahrenbewusstsein bzw. Unterschätzung der Gefahren im alpinen Bereich wie etwa plötzliche Wetterumschwünge, eine mangelhafte Tourenplanung oder generell fehlende Erfahrung.

Bei einer Personenrettung setzen die Mitglieder des Österreichischen Bergrettungsdienstes durch aufwändige Suchaktionen und Bergungen in oft unwegsamem Gelände tagtäglich ihr eigenes Leben aufs Spiel. Laut Auskunft des ÖBRD müssen die Einsatzkräfte aktuell drei Mal am Tag ausrücken. Was viele nicht wissen, die Bergretter machen das alles ehrenamtlich und dafür möchten wir wirklich herzlich danken!

Sie riskieren nicht nur ihr Leben, um für andere da zu sein, sie müssen sich auch regelmäßig von ihrem eigentlichen Beruf freistellen lassen und opfern dafür auch Urlaubstage. Zudem unterstützen sie neben der Personenrettung auch andere Einsätze wie bei einem Waldbrand oder nach einem Unwetterereignis. Also, danke nochmals für dieses Engagement!
 
 


 

Rat der Oberösterreichischen:

 

! Selbstverständlich raten wir von der Oberösterreichischen auch dazu, sich vor der Tour mit dem eigenen Versicherungsschutz auseinanderzusetzen. Rund dreiviertel der Bevölkerung ist sich nicht bewusst, dass sie bei einem Freizeitunfall nicht abgesichert sind.

 

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur bei Arbeitsunfällen. Unfälle in der Freizeit - beispielsweise im Haushalt, beim Sport oder im Urlaub - sind nicht gedeckt. Und das betrifft immerhin 75 Prozent aller Unfälle. Rettungskosten wie Suche, Bergung oder Transport ins Krankenhaus müssen selbst bezahlt werden. Laut dem ÖBRD belaufen sich die Kosten einer Bergung je nach benötigter Mannschaftsstärke und Aufwand von 500 Euro bis zu – vor allem bei einer Hubschrauberbergung - mehreren tausend Euro. 
 

Da die gesetzliche Unfallsversicherung die Kosten für Freizeitunfälle nicht deckt, kommen zum persönlichen Leid dann oft auch noch hohe finanzielle Auslagen dazu. Daher ist auch dafür eine private Unfallversicherung mit der entsprechenden Deckung sinnvoll. Wir sprechen hier bei einer Versicherungssumme von 10.000 Euro von einem Prämienanteil für Bergungskosten von rund sieben Euro jährlich – in jedem Fall ein gut angelegtes Geld. Aber auch durch die Mitgliedschaft in einer Organisation wie etwa dem Alpenverein oder den Naturfreunden sind oftmals diese Kosten inkludiert.

 


 

Sie haben eine Unfallversicherung und sind sich nicht sicher, was Ihr bestehender Versicherungsschutz deckt? Dann wenden Sie sich an den Berater Ihres Vertrauens, er berät Sie mit Sicherheit sehr gerne.

 

Berg heil und alles Gute!