Abschied Jürgen Possart

Es fällt uns schwer, dass wir Abschied von Jürgen Possart nehmen müssen – einem Menschen, der unsere Gemeinschaft und so viele von uns geprägt hat.

Dass er mit nur 53 Jahren als erfahrener Alpinist bei einem tragischen Lawinenunglück sein Leben verloren hat, ist kaum zu begreifen.

Für die Oberösterreichische war Jürgen Possart weit mehr als ein Mitarbeiter. Er war ein erfolgreicher Verkäufer im Außendienst, und er trug den Titel „Direktor im Außendienst“ mit Stolz und mit Recht.

Wir alle haben ihn kennen und schätzen gelernt als fachlich versiert, mit über 30 Dienstjahren praktisch erfahren, lösungsorientiert und ideenreich. Er wusste, was Sie als seine Kundinnen und Kunden brauchten und stand Ihnen stets mit Rat und Tat zur Seite.

Jürgen Possart hinterlässt eine große Lücke in unserem Unternehmen. Er hat Spuren hinterlassen – in unserer Oberösterreichischen, in unserer Gemeinschaft und in vielen Herzen.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

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Sicherheit

Schneedruck: Wenn Schnee zur Last wird

Dem Reiz einer verschneiten Winterlandschaft können sich wohl nur wenige entziehen, doch bedeutet die weiße Pracht mitunter auch Arbeit. Gehwege müssen freigeschaufelt oder Dächer von der Last befreit werden, um Schäden durch Schneedruck zu vermeiden.

Was bedeutet Schneedruck?

 

Unter Schneedruck versteht man jenen Druck, den die einwirkende Schneelast auf eine bestimmte Fläche ausübt. Dieser wird durch verschiedene Faktoren, wie Schneemenge, Frost- und Tauwechsel, Windverhältnisse sowie Lage und Seehöhe eines Objekts beeinflusst. Zehn Zentimeter frischer Pulverschnee verursachen eine Last von zehn kg pro Quadratmeter. Weil die gleiche Höhe an Nassschnee viel schwerer ist, wirken dann bereits 40 kg pro Quadratmeter. Bei niedrigen Temperaturen und Eisbildung erhöht sich das Gewicht weiter, weshalb der Schneedruck auf rund 90 kg pro Quadratmeter steigt. Besonders für Flachdächer kann das gefährlich werden. Deshalb ist eine rechtzeitige Entfernung dieser Schnee- und Eismassen dringend angeraten.

 

Die Berechnung von Schneelasten sind für Österreich im EUROCODE ÖNORM EN 1991-1-3 und dem dazu gehörenden „Nationalen Anhang“  ÖNORM B 1991-1-3 in der aktuellen Fassung vom 15.5.2022 geregelt.

 

Gefahren frühzeitig erkennen

 

Die Schneelastzonenkarte Online ermöglicht eine adressgenaue Einschätzung der Schneelastzone. Neben dem Umweltwarndienst des Österreichischen Umweltministeriums Hora liefert auch die Geosphere Informationen zu Wetterextremen.

 

Durch Schnee und Eis auf Dächern können Schäden an Bauteilen, Wassereintritt und damit verbundene Folgeschäden bis hin zum drohenden Einsturz des Gebäudes entstehen. Weit schwerer wiegen mögliche Personenschäden. Gefährdet sind dabei nicht nur diejenigen, die auf dem Dach arbeiten, sondern auch jene, die von herabrutschendem Schnee oder Eis getroffen werden könnten.

Tipps zur Befreiung Ihrer PV-Anlage von Schnee, Laub und Schmutz, finden Sie übrigens hier.

Vorsicht ist besser als Nachsicht – Präventionsmaßnahmen

 

Kontrollieren Sie regelmäßig die Dachkonstruktion auf Verformungen, Vermorschungen und Bruch. So können Sie rechtzeitig für eine Reparatur sorgen. Eine weitere Präventionsmaßnahme ist das Anbringen von Verankerungsmöglichkeiten zur Sicherung von Personen auf dem Dach.

 

Bei Arbeiten auf dem Dach sollten Sie Folgendes berücksichtigen:

  • Nur gesichert abschaufeln.
  • Rutschfeste Schuhe tragen.
  • Abstände zu Stromleitungen beachten.
  • Das Dach gleichmäßig abschaufeln, festgefrorene Schneelagen am Dach belassen.
  • Dacheinbauten wie Dachflächenfenster oder Lichtkuppeln, etc. beachten. Diese können zu „Fallgruben“ werden.

 

Wir empfehlen im Bedarfsfall professionelle Helfer mit der Dachräumung zu beauftragen. Weitere nützliche Hinweise bietet die Broschüre „Extreme Schneefälle“ des Elementarschadenpräventionszentrums. Ziel des EPZs ist es, Konsumenten in Sachen Prävention gegen Elementarschäden bestmöglich zu beraten. Vorsorge fängt schon in der Bauphase an. So kann zum Beispiel ein Unterdach (Kaltdach) vor Wassereintritt und damit vor Folgeschäden schützen.

 

Schneefanggitter oder Schneestopper auf dem Dach helfen, Dachlawinen zu verhindern. Im Hinblick auf Haftungsfragen gilt allerdings, dass die Gefahr selbst zu beseitigen ist. Schnee und Eis müssen entfernt werden, bevor sie Schaden anrichten können.

 

Eigentümer sind zur Schneeräumung verpflichtet

 

Die Schneeräumpflicht gemäß Straßenverkehrsordnung erfasst nicht nur die Befreiung von Schnee und Verunreinigungen vom Gehsteig, sondern schreibt auch die Entfernung von Schneewechten oder Eisbildungen von den Dächern der an der Straße gelegenen Gebäude bzw. Verkaufshütten vor. Werden Menschen durch Dachlawinen oder herunterfallende Eiszapfen verletzt oder Gegenstände beschädigt, kann das den Hauseigentümer teuer zu stehen kommen. In der Regel reicht das Aufstellen von Warnstangen oder Warnhinweisen allein nicht.