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Brandprävention

Akkubrand: Ursachen erkennen und richtig reagieren

Ein altes Handy in der Schublade, der E-Bike-Akku an der Ladestation, der Akkuschrauber in der Werkstatt - Lithium-Ionen Akkus stecken heute in sehr vielen mobilen Geräten bei uns zuhause. Genau das macht das Thema Akkubrand so relevant: Die Wahrscheinlichkeit, selbst einmal betroffen zu sein, steigt mit jedem neuen Gerät im Haushalt.

Wie entsteht ein Akkubrand?

Bei Lithium-Ionen-Akkus führt ein Brand in den meisten Fällen auf einen sogenannten Thermal Runaway zurück. Dabei gerät eine einzelne Akkuzelle außer Kontrolle - sie erhitzt sich selbst immer weiter, bis eine Kettenreaktion einsetzt, die sich auf benachbarte Zellen ausbreitet. Typische Auslöser dafür sind:

  • Mechanische Beschädigung etwa durch einen Sturz, einen Stoß oder einen Kratzer, können die empfindliche Trennschicht im Inneren der Akkuzelle beschädigen.
  • Überladung oder falsches Ladegerät: vor allem bei No-Name-Ladegeräten ohne passende Schutzelektronik
  • Tiefenentladung: alte, vergessene Geräte, deren Akku über Monate komplett leergelaufen ist
  • Herstellungsfehler oder Qualitätsmangel: seltener, aber vor allem bei Produkten minderer Qualität ein Risiko
  • Extreme Temperaturen: Extreme Hitze oder Kälte können Lithium-Ionen-Akkus dauerhaft schädigen und das Risiko eines Defekts erhöhen.

Ein beschädigter Akku muss nicht sofort in Brand geraten. Die chemische Reaktion im Inneren kann sich über Stunden oder Tage hinziehen, bevor es tatsächlich brennt.

 

Akkubrand - was tun im ersten Moment?

Wenn es passiert, zählt jede Sekunde - aber die richtige Reaktion ist wichtiger als schnelles Handeln um jeden Preis.

  1. Abstand halten. Ein brennender Akku kann sich explosionsartig entzünden und gesundheitsschädliche Rauchgase freisetzen. Halte mindestens ein paar Meter Abstand, vor allem zum Rauch
  2. Alarmieren. Andere Personen sofort warnen - im Zweifel direkt die Feuerwehr rufen (112/122).
  3. Nur wenn keine Eigengefährdung besteht: Entstehungsbrände können mit einem Lithium-Feuerlöscher bekämpft werden. Eine Löschdecke kann helfen, Flammen einzudämmen, ersetzt aber keine wirksame Brandbekämpfung bei einem Lithium-Ionen-Akku.
  4. Gerät nicht mit bloßen Händen bewegen und nicht in ein anderes Zimmer tragen, um “Schlimmeres zu verhindern”.
  5. Nach dem Löschen weiter beobachten. Lithium-Akkus können durch die Nachreaktion Stunden später erneut aufflammen. Das betroffene Gerät sollte - sofern dies ohne Eigengefährdung möglich ist, ins Freie oder an einen unkritischen Ort gebracht und weiterhin beobachtet werden.
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So können Sie einen Akkubrand vermeiden

  • Nur Originalladegeräte oder geprüfte Markenware verwenden.
  • Akkus möglichst nicht unbeaufsichtigt und nur auf einer nicht brennbaren Unterlage laden.
  • Beschädigte, geschwollene oder auffällig warme Akkus nicht weiterverwenden und fachgerecht entsorgen.
  • Akkus nicht direkter Sonneneinstrahlung oder extremen Temperaturen aussetzen.
  • Alte Elektrogeräte mit eingebautem Akku regelmäßig kontrollieren oder fachgerecht entsorgen.