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Sicherheit

Wenn der Akku explodiert: Ursachen, Risiken und was die Versicherung zahlt

Sie stecken im Smartphone in unserer Hosentasche, im Laptop auf dem Schoß und im E-Bike im Keller: Lithium-Ionen-Akkus sind unsere ständigen Begleiter. Sie sind leistungsstark und praktisch, bergen aber auch Risiken: Wird ein Akku beschädigt oder falsch verwendet, kann er sich entzünden oder im Extremfall explodieren. Was also wenn sie zur Gefahr werden?

Warum Akkus gefährlich werden können

 

Der Grund dafür ist die hohe Energiedichte. Wird ein Akku instabil, kann sich die gespeicherte Energie schlagartig entladen. Fachleute sprechen vom „thermischen Durchgehen“ – einer Kettenreaktion, bei der extreme Hitze entsteht und sich ein Brand rasch ausbreiten kann. Besonders bei größeren Akkus, etwa in E-Bikes oder Laptops, kann ein Feuer lange anhalten oder erneut aufflammen.

 

Häufige Ursachen für Akkubrände

 

Zu den häufigsten Ursachen zählen mechanische Schäden, etwa durch Stürze, sowie extreme Temperaturen. Hitze – beispielsweise in einem aufgeheizten Auto – kann Akkus ebenso schädigen wie starke Kälte. Auch Tiefenentladung oder minderwertige Produkte erhöhen das Risiko deutlich. Oft kündigen sich Probleme an: Ein aufgeblähter Akku, ungewöhnliche Hitze oder ein Leistungsabfall sind klare Warnzeichen. In solchen Fällen sollte das Gerät nicht weiter verwendet werden.

Smartphone heruntergefallen

Was tun, wenn ein Akku brennt?

 

Kommt es zu einem Brand, ist Vorsicht entscheidend. Bei größeren oder unklaren Situationen sollte immer die Feuerwehr gerufen werden. Kleinere Brände lassen sich unter Umständen mit Wasser oder einer Löschdecke eindämmen, dennoch gilt: Abstand halten und kein Risiko eingehen.

 

So reduzieren Sie das Risiko im Alltag

 

Im Alltag lässt sich die Gefahr deutlich reduzieren. Wichtig ist vor allem, auf Qualität zu achten und nur passende Ladegeräte zu verwenden. Geräte sollten beim Laden nicht unbeaufsichtigt auf brennbaren Materialien liegen, und extreme Temperaturen sind zu vermeiden. Achten Sie unbedingt auf eine sachgerechte Lagerung, frei nach dem 20-80-Prinzip: Ist der Akku zu mehr als 20%, jedoch weniger als 80% geladen wird die Lebensdauer erhöht und das Brandrisiko indirekt gesenkt. 

Ist der Akku dann nicht mehr zu gebrauchen, sollten Sie auf eine entsprechende Entsorgung achten: Lithium-Ionen-Akkus gehören keinesfalls in den Hausmüll!

Handy akku nicht voll geladen

Welche Versicherung zahlt bei Akkuschäden?

 

Im Schadensfall greift häufig die Versicherung: Die Haushaltsversicherung deckt in der Regel Brand- und Explosionsschäden ab. Bei Verletzungen kann eine private Unfallversicherung leisten, und bei Fahrzeugen übernimmt meist die Kaskoversicherung den Schaden. Kaufbelege sollten daher unbedingt aufbewahrt werden.

 

Fazit: Risiko kennen und richtig handeln

 

Akkubrände sind selten, aber nicht auszuschließen. Wer Geräte sorgfältig nutzt, Warnzeichen ernst nimmt und auf Qualität achtet, kann das Risiko deutlich minimieren und Akkus sicher im Alltag verwenden.