Warum sind Keller für Einbrecher attraktiv?
Kellerabteile liegen oft abseits und werden seltener betreten als Wohnungen. Ein Einbruch bleibt dadurch mitunter länger unbemerkt. Besonders begehrt sind Fahrräder, E-Bikes und Werkzeug, da sich diese Gegenstände relativ einfach weiterverkaufen lassen.
©reinhard winklerUnser Experte GD Othmar Nagl zum Thema
So schützen Sie Ihr Kellerabteil
Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie Einbrechern den Zugang erschweren:
- Hochwertige Schlösser verwenden: Sichern Sie Ihr Kellerabteil mit einem stabilen Schloss. Fahrräder und E-Bikes sollten zusätzlich mit einem geeigneten Fahrradschloss gesichert werden.
- Zugänge verschließen: Halten Sie gemeinschaftlich genutzte Keller- und Abstellraumtüren geschlossen.
- Wertgegenstände nicht offen präsentieren: Vermeiden Sie, dass teure Gegenstände von außen leicht sichtbar sind.
- Regelmäßig kontrollieren: Wer nach dem Rechten sieht, bemerkt Beschädigungen oder fehlende Gegenstände schneller.
- Wertvolles sicher aufbewahren: Überlegen Sie, ob besonders teure Gegenstände in einem besser gesicherten Raum aufgehoben sind.
Gute Beleuchtung, Bewegungsmelder und zusätzliche Sicherungssysteme können den Schutz weiter verbessern.
Dämmerungseinbrüche: Vorsicht in der dunklen Jahreszeit
Mit dem Herbst steigt auch die Aufmerksamkeit für sogenannte Dämmerungseinbrüche. Täter nutzen häufig die frühen Abendstunden, wenn es bereits dunkel ist, viele Menschen aber noch unterwegs sind. Dunkle Wohnungen und Häuser können dabei signalisieren, dass niemand zu Hause ist.
Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Beleuchtung können Anwesenheit vortäuschen. Auch Nachbarn, die während einer Abwesenheit den Briefkasten leeren oder gelegentlich nach dem Rechten sehen, können helfen.
Was Sie beim Versicherungsschutz beachten sollten
„Eine Haushaltsversicherung kann bei einem versicherten Einbruchdiebstahl unter anderem für gestohlene Gegenstände und bestimmte Schäden aufkommen. Ob und in welchem Umfang Kellerabteile und die dort gelagerten Gegenstände versichert sind, hängt jedoch von den jeweiligen Versicherungsbedingungen ab.”, erklärt Generaldirektor Othmar Nagl.
Gerade bei Fahrrädern, E-Bikes und hochwertigem Werkzeug lohnt sich deshalb ein Blick in die eigene Polizze. Prüfen Sie, welche Gegenstände versichert sind, ob Entschädigungsgrenzen oder Selbstbehalte gelten und ob für bestimmte Wertsachen besondere Bedingungen vorgesehen sind.
Wichtig sind auch die vereinbarten Obliegenheiten. Dazu können je nach Vertrag bestimmte Sicherheitsvorschriften gehören, etwa Türen ordnungsgemäß zu versperren oder vorhandene Sicherungseinrichtungen zu verwenden. Werden solche Pflichten verletzt, kann das Auswirkungen auf den Versicherungsschutz haben.
Einen weiteren Tipp gibt Generaldirektor Othmar Nagl: „Bewahren Sie Rechnungen und Seriennummern auf und fotografieren Sie wertvolle Gegenstände. Das erleichtert im Schadenfall den Nachweis des Besitzes und kann die Schadenabwicklung unterstützen.”
Was tun nach einem Einbruch?
Wenn Sie einen Einbruch entdecken, verändern Sie möglichst nichts am Tatort und verständigen Sie die Polizei unter 133. Melden Sie den Schaden anschließend rasch Ihrer Versicherung. Fotos, Kaufbelege und eine Liste der gestohlenen Gegenstände können dabei hilfreich sein.
Fazit:
Ein gutes Schloss und einfache Sicherheitsmaßnahmen erschweren Einbrechern den Zugang. Wer zusätzlich seinen Versicherungsschutz regelmäßig überprüft und Wertgegenstände dokumentiert, ist auch für den Schadenfall besser vorbereitet.

Diese Informationen dienen nur der allgemeinen Übersicht. Maßgeblich sind ausschließlich der Versicherungsantrag, die Polizze sowie die jeweiligen Versicherungsbedingungen und Klauseln.
