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Schutz vor Feuer beginnt im Alltag

Die Gefahr eines Brandes besteht jederzeit. Deshalb sind ein umsichtiges Verhalten und das richtige Handeln im Ernstfall von großer Bedeutung. Brände können häufig durch alltägliche, scheinbar harmlose Situationen wie unbeaufsichtigte Herde, vergessene Kerzen, überhitztes Fett oder defekte Elektrogeräte verursacht werden. In Österreich kommt es jedes Jahr zu mehreren tausend Bränden, die große Sachschäden verursachen und Menschenleben gefährden. Viele dieser Vorfälle wären jedoch durch einfache Vorsichtsmaßnahmen, Aufmerksamkeit und gute Vorbereitung vermeidbar. Brandschutz beginnt im Alltag – in jedem Haushalt und bei jedem bewussten Umgang mit potenziellen Gefahrenquellen. Der Leitfaden bietet praxisnahe Tipps und Sicherheitsregeln, um Brandrisiken zu reduzieren, Gefahren frühzeitig zu erkennen und im Notfall richtig zu handeln, damit Sachwerte geschützt und vor allem Menschenleben gerettet werden können.

Die auf dieser Seite angeführten Tipps zur Brandverhütung sind unverbindlich und dienen nur der Information. Sie ersetzen keine fachliche Beratung oder behördliche und gesetzliche Vorschriften. Für den Versicherungsschutz sind ausschließlich die jeweiligen Versicherungsbedingungen sowie die Polizze maßgeblich.

Potenzielle Gefahren im Alltag

Jeden Tag nutzen wir elektrische Geräte, kochen, heizen oder zünden Kerzen an. Was selbstverständlich erscheint, birgt jedoch Risiken: Bereits kleine Fehler können ausreichen, um einen Brand auszulösen und Menschen sowie Sachwerte zu gefährden.

  1. Lithium-Ionen-Akkus
    Lithium-Ionen-Akkus (z. B. in Smartphones, E-Bikes, E-Scooter, Laptops, Powerbanks oder in Mährobotern) können bei Defekten oder falscher Nutzung Brände verursachen. Die Folgen können schwerwiegend sein, weil Akku-Brände sehr heiß werden und sich schnell ausbreiten.
     
  2. Rauchen und Tabakprodukte
    Zigaretten und andere Tabakprodukte gehören zu den häufigsten Brandursachen. Glimmende Reste können stundenlang unbemerkt schwelen und sich später zu gefährlichen Bränden entwickeln.
     
  3. Grillen und Campieren
    Beim Grillen und Campen kommen offene Flammen, Gas und brennbare Materialien zusammen. Sorgfältige Vorbereitung und sichere Handhabung verhindern gefährliche Funken oder Glutreste.
     
  4. Kraftfahrzeuge
    Auch Fahrzeuge können Brände verursachen – sei es aufgrund technischer Defekte, Unfälle oder Überhitzung. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko erheblich senken.
     
  5. Offenes Licht und Kerzen
    Kerzen schaffen eine angenehme Atmosphäre, sind jedoch häufig Auslöser von Wohnungsbränden. Schon kleine Luftbewegungen oder unachtsame Momente können dazu führen, dass sich nahe Gegenstände entzünden.
     
  6. Brandschutz in der Küche
    Die Küche ist einer der gefährlichsten Orte im Haushalt, denn hier treffen Hitze, elektrische Geräte und brennbare Materialien unmittelbar aufeinander. Mit klaren Regeln und einem aufmerksamen Umgang lassen sich Küchenbrände jedoch zuverlässig verhindern.
     
  7. Elektroinstallationen & Elektrogeräte
    Elektrizität gehört zum täglichen Leben, kann aber durch defekte Leitungen oder Überlastung schnell zum Risiko werden. Fachgerechte Installation und regelmäßige Kontrolle sind daher unverzichtbar.
     
  8. Blitzschutz und Überspannung
    Starke Gewitter können innerhalb von Sekunden Schäden an Gebäuden und Elektronik verursachen. Professionelle Anlagen und passende Schutzgeräte bieten zuverlässigen Schutz vor Blitzschlag und Überspannung.
     
  9. Heizen, Kamin und Ofen
    Öfen und Kaminanlagen sorgen für behagliche Wärme, bergen jedoch bei unsachgemäßer Nutzung ein hohes Risiko. Vorbeugende Wartung und ein sicherer Umgang mit offenen Flammen verhindern schwerwiegende Brände und Rauchvergiftungen.

Tipps für einen sicheren Alltag

Verhalten im Brandfall!

Wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Brand kommt, ist richtiges und überlegtes Handeln entscheidend. In einer solchen Stresssituation helfen einfache, klar definierte Schritte, um sich selbst und andere zu schützen und den Schaden zu begrenzen:


Alarmieren!
Feuerwehr über den Notruf 122 verständigen und dabei möglichst genaue Angaben zum Brandort, zur Situation und zu betroffenen Personen machen.

Retten!
Personen warnen, Verletzte und Gefährdete aus dem Brandbereich bringen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Löschen!
Löschhilfen wie Feuerlöscher oder Löschdecken einsetzen, jedoch nur, wenn das Feuer noch klein ist und die eigene Sicherheit gewährleistet bleibt.

Haben Sie spezielle Fragen zum Brandschutz?
Die Brandverhütungsstelle (BVS) berät Sie kostenlos unter +43 732 7617-0.

Sie wollen mehr zum Thema Brandverhütung in der Landwirtschaft erfahren? 
Hier finden Sie Präventionsmaßnahmen im Detail.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Versicherung?
Ihre Beraterin oder Ihr Berater ist gerne für Sie da.

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